Innerer Dialog mit Maria

 

- Mutter.
Wie soll ich Dich anders ansprechen als so... Ich spürte, das ein Dialog mit Dir ansteht, mit Dir, Maria, Mutter Maria, und wollte Dich begrüßen, und ich konnte einfach nichts anderes sagen als 'Mutter...' mit einer solch innigen, sehnenden Zuneigung... sage mir, wie das kommt.

Kind.
Weil Du heimkommst.

- Gott ist das gut, bei Dir zu sein. Kann ich in Dir wohnen? (das kam von innen, spontan, scherzhaft scheinbar, doch kindlich sehnend, dann verlegen, ängstlich, ob es vermessen sei)

Du wohnst in mir.

- Aah... 

Mein gutes Kind. Du siehst die Mutter an, siehst sie so gut, so wunderbar, so bergend, so absolut in ruhiger Liebe, und Du bist ebenso. Denn Du bist mein Kind. Mein gutes Kind. Du bist so rigoros oftmals, so unendlich unnachgiebig, wenn es darum geht, alles wieder genesen zu lassen, nur das Wahre und Echte zu dulden, nur dem noch zu dienen. Doch unter alledem: Mein Kind, sei bei der Mutter! Ruhe Dich aus, halte inne, lasse Dich von mir tragen, lasse den Boden unter Deinen Füßen von mir sein, lasse die Wohnung um Dich herum mich sein, lasse das Wohlgefühl in Dir von mir durchdrungen sein. Habe durch und durch Mutter, Mutter, nur Mutter.

- Ja. Das tut so gut, mehr als alles andere.

Alle, die da sind, auf der Erde, in dem Raum der Erd-Erfahrungen, brauchen mich; über Euch nur blanker, offener Himmel, um Euch herum so viel Zwist, so wenig Heimat... unter Euch die Wunderbare, unsere wunderbare Mutter, die wunderbare Erde unsere wunderbare Schwester, die so viele von Euch sich nicht mehr in ihr Herz lassen können. Tut es. Bei alledem. Bei all diesem offenen Himmel, diesem Zank und Hader und Wettstreit, bei all dem Misstrauen gegenüber Eurem Dasein auf der Erde: Ihr braucht Sie wie auch Mich. Was soll ein Mensch ohne das unverbrüchliche Wissen um seine tiefe, alles bergende Heimat, seine unverrückbar haltende und bergende Mutter tun? Braucht eine Pflanze Sonne und Erde? Braucht ein Fisch das Wasser, das durch seine Kiemen und seinen Leib strömt? Braucht ein Ungeborenes den Mutterleib? Braucht ein Mensch die Erde? Könnte oder würde ein Tier sich ein Leben ohne Erde vorstellen? Oder geht es vielmehr voller Vertrauen in die Tatsache, dass sie immer da sein wird, durch seinen Tag, sein Leben? Der Mensch musste viel tun, um sich vorzumachen, die Mutter könnte jemals nicht da sein. Mutter. Kind, Du und Du und Du, 'Mutter' ist mit nichts vergleichbar. 'Mutter' ist nicht in der Lage, zu enden. 'Mutter' ist der Raum, in dem sich alles befindet! Wie könntet Ihr je aus ihm heraus geraten? Wie? Ja, denkt nur nach, ob es Euch nicht einfällt: Hat 'Mutter' nicht eine Schwachstelle? Irgendwo? Wo könntet Ihr aus dem Raum, dem Weltenraum, herausfallen? Wo? Und wenn es denn möglich wäre, was würde Euch jenseits dessen erwarten? Ich werde es Euch sagen: 'Mutter'!

 

- Nach einer Pause.
Maria, Mutter, Du sprichst nicht allein von Dir als Mutter. Du sagst, ich - und jede/r Andere auch - wohne in Dir. Und Du sprichst von der Erde als Deine Schwester. Was ist der Raum... ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll.

Kind, geh einmal fort von der üblichen Meinung dessen, was Gott sei, was die Essenz sei, Quelle, Alles Was Ist. Was auch immer IST, ist in der Mutter. Für Euer menschliches Wahrnehmen möchte ich von einem Raum sprechen, der alles beinhaltet. Für Euer Wahrnehmen auf Ebene der Seelen-Essenz gibt es diesen Raum nicht, alles IST und alles ist EINS, kein hier oder dort. Alles ist sich selbst daher auch Mutter. Doch Ihr habt Euch auf die Ebene des menschlichen Bewusstseins begeben und sollt von dort aus versichert sein, dass bei allem Raum, den Ihr wahrnehmt, in dem Ihr Euch bewegt, doch auch verloren fühlt, Ihr pausenlos geborgen seid. Von Mutter.