geistige-welt/die-geistige-welt---sie-ist-nicht-woanders/TN_geistige-welt1.jpg (25.05.2013)

Was und wo ist eigentlich die "Geistige Welt"?

TEIL 1  -  Sie ist nicht woanders

Die geistige Welt, die geistig-seelische Ebene, ist (noch) für sehr
viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Viele Menschen haben
das Gefühl, dass sie unser Leben gestaltet wie ein unsichtbares,
fremdgesteuertes Räderwerk, auf das nur schwer Einfluss
genommen werden kann.

Wie ist es wirklich? Für mich steht fest, dass es ganz anders ist. Ich
habe versucht, in Worte zu fassen, wie die Geistig-Seelische Welt
aus meiner Sicht ist...

Als Erstes ist mir wichtig: die geistige Welt ist keine „andere“ Welt, sie ist durchaus nicht überirdisch oder paranormal. Sie befindet sich auch nicht nur in den Köpfen der Hellseher oder an einem anderen speziellen Ort. Sie ist überall, es gibt keinen Ort, wo sie nicht ist, und wir Menschen und all das, was wir wahrnehmen, sind ein Teil von ihr. Sie ist alles ... um uns herum und in uns drin. Sie beherbergt alle Seelen und Höheren Selbste und den Geist jedes einzelnen Lebewesens, jeden Verstand, jedes Ego, jeden Körper und all unsere Gefühle und die Energiefelder jedes einzelnen Gegenstandes oder Moleküls. Die Ebene, die wir als denkende, sehnende, in den dreidimensionalen Alltag eingebundene Menschen wahrnehmen, ist nur ein winzig kleiner Bereich von ihr (der einzige, in dem keine uneingeschränkte Freude herrscht, und den wir deshalb bereits zu verlassen begonnen haben). Und doch ist diese eine Ebene für uns „Alles“, denn sie enthält unsere kleine Menschenwelt, wie wir sie wahrnehmen, mitsamt all den damit verbundenen Energien, Informationen und Möglichkeiten. Ob wir außerhalb davon etwas wahrnehmen oder nicht, ist einzig und allein eine Frage der inneren Ausrichtung, der Frequenz des Senders, auf dem wir senden und empfangen (und diese innere Frequenz hängt einzig davon ab, wo jeder einzelne von uns innerlich bereits frei fließt und wo noch nicht).

Als medialer Mensch steige ich aus meinem dreidimensionalen Sein mit all seinen Gedanken und Gefühlen aus und suche stattdessen den Fragenden oder das Thema in seiner geistigen Frequenz auf: in einer viel weiter reichenden Ebene des Seins als jene, die wir mit unseren körperlichen Sinnen erfassen oder mit dem Verstand begreifen. Ich sehe Szenen, Themen, Vorgänge, Befindlichkeiten, vorbereitetes künftiges Geschehen und dessen Beeinflussbarkeiten. Wir nehmen mit unseren fünf Sinnen hauptsächlich unsere körperlich begrenzte Ebene und die Materie um uns herum wahr. Die geistige Welt findet jedoch inner- und außerhalb dieser Ebene statt, und hat unendlich viele Dimensionen, Räume und Frequenzen.

Ich staune inzwischen eigentlich weniger darüber, dass es die geistige Welt gibt, als vielmehr, dass wir sie so leicht ausblenden und sogar völlig ignorieren können. Unsere begrenzten Sinne ziehen Mauern um uns hoch, und wir tun, als gäbe es nur das was wir wahrnehmen. Dabei ist die geistige Welt um uns und in uns wie Sauerstoff und Wasser. Sie ist tatsächlich etwas ganz Selbstverständliches, Alltägliches. Und wie wunderbar, dass, wenn sie auch noch nicht jeder bewusst wahrnimmt, doch immer mehr Menschen anfangen, sich für sie zu erwärmen, für möglich zu halten, dass es sie gibt, und sich schließlich wünschen, sie mit ihren eigenen inneren Augen und inneren Sinnen zu wahrzunehmen.

Sie bietet uns für unser Leben unendlich viele Möglichkeiten im allerwahrsten Sinne des Wortes. Man könnte sagen, die geistige Welt stellt uns pausenlos sämtliche überhaupt nur möglichen Szenen zur Verfügung und projiziert die Szene unserer (unbewussten) Wahl dann umgehend auf unsere Lebensleinwand. Ein Blick in die geistige Welt ist wie ein Blick hinter die Kulissen, und die Verstrickungen und Themen eines jeden Menschen sind dort deutlich sichtbar - jedoch als durchaus veränderbare Handlung! Wir können jederzeit eine neue Entscheidung über unseren Lebensweg treffen. Denn das mit der Lebensleinwand ist ein sehr treffendes Bild: wir sind die Regisseure! Dies jedoch auf meist unbewusste Weise. Der Lebens-Verlauf eines Menschen ist unmittelbar mit seiner Lebens-Haltung verknüpft, denn aus ihr strömen Impulse in die geistige Welt, dorthin, wo die Szenen gedreht werden. Veränderungen setzen also voraus, dass der Mensch bereit ist, seine Haltung in gewissem Maße zu korrigieren, sich für sein Innenleben einzusetzen und können umso erfolgreicher forciert werden, je offener er ist. Viel Saat für den neuen Lebensweg ist jedoch wunderbarer Weise meist schon in dem Augenblick gesät, in dem der Fragende sich mit der Möglichkeit der Veränderung auch nur für einen Moment offen befasst hat.
 


Als Zweites, und ebenso wichtig, wie ich finde: wer die geistige Welt niemals in ihrer Tiefe wahrnehmen kann, sind unser Verstand und unser Ego. Darüber mehr im zweiten Teil.

Von Herzen

Yvonne Mohr


 

 

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