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Selbsthilfe-Techniken 


Methoden, die ich selbst als sehr wirksam emfinde, um 
aus einer unangenehmen Situation selbst herauszukommen. 

Diese Tipps sind dafür Jeden da, dem sie gut tun, zur Krisenintervention oder auch zur eigenen Weiterentwicklung. 



 

Atmung und Emotion

Bei heftiger Angst oder überwältigenden Emotionen
Gehe mit deiner Aufmerksamkeit erst zu deiner Emotion und dann zu deiner Atmung,
ohne dabei zu versuchen, die Angst oder die Emotion zu verändern! Sieh dir die Angst/die Emotion zunächst nur an. Sie ist einfach da, ebenso wie z.B. dein Daumen einfach nur da ist! Atme nicht ausweichend um die Angst oder Emotion herum, unterdrücke oder beenge sie nicht, sondern atme ruhig und langsam und sei dabei mit Deiner Emotion zusammen, ohne sie zu beurteilen. Sei einfach mit ihr zusammen und erlaube auch ihr, mit Dir zusammen zu sein.

 


Im Folgenden einige Anregungen, die zwar nicht alle direkt zur Ursachen-Veränderung führen, Dir jedoch ermöglichen können, wieder zu Dir zu kommen, um wieder mit Deinem Inneren korrespondieren zu können:


Kanal zur Erde

Bei Kopflastigkeit und auch Themen/Belastungen, die wir von Anderen abbekommen haben und irgendwie nicht mehr loszuwerden scheinen, die uns wie besetzt halten, beschäftigen und unfrei machen 
(z.B. wenn wir uns von Jemandem zu sehr haben beeindrucken lassen, uns bei ihm zu sehr eingebracht haben oder seine Art und Weise einfach 'unmöglich' war und uns belastet) 
Bilde einen Kanal zur Erde.
Stelle dir vor, dein Körper, deine Beine sind wie Kanäle, die für beide Richtungen offen sind: von dir in die Erde und aus der Erde zu dir. Die Erde versorgt dich nicht nur mit Ruhe, Kraft und Ordnung, sondern Sie nimmt auch bedingungslos alles von dir entgegen, was du an Themen von Anderen in dich aufgenommen und was du an Belastungen von Anderen abbekommen hast. Visualisiere, wie alles, was nicht dir gehört, in die Erde abfließen darf. Und fühle, wie alles, was du brauchst, aus der Erde in dich hineinfließen kann.  
Für die Erde gibt es dabei keine Wertung, Sie schätzt es überaus, dich und damit den Kosmos auf diese Weise zu erfahren. Für Sie ist es Kommunikation, sie verarbeitet und transformiert alles für sich selbst.

 

Schlichte Frage

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Bei starrem Beharren auf eine Meinung oder eine Haltung...
... sind manchmal recht simple Fragen angebracht.

Willst Du Recht haben oder glücklich sein?
 
Kannst Du etwas daran ändern, dass es passiert ist?
Nein? Gut, Du kannst also nichts dagegen tun. Du musst also auch nichts dagegen tun, denn Du kannst es ja nunmal nicht. Lass es also für den Moment los und komm zur Ruhe!
 
Möchtest Du gern vergeben können?
Vergeben! Gib es dorthin wo es hingehört und lass es in Ruhe. Komme Heim in Dein eigenes Sein. Das, was von demjenigen dort getan wurde, gehört auch dort hin! Lass es dort, komm wieder her zu Dir, komm wieder in Dir an. Alles ist gut, das dort geht Dich nichts (mehr) an.
(Etwas mehr dazu noch einmal weiter unten).


Erdungen

Bei Kopfkarussel, Kopflastigkeit, Gedankenturbo 
Hier ist alles hilfreich und heilsam, was die Dinge wieder dorthin fließen lässt, wo sie hingehören. Und wenn wir Kopf-lastig sind, dann ist das energetisch perfekt beschrieben: die gesamte Last sitzt im Kopf und kann sich weder auflösen noch dorthin fließen, wo sie aufgelöst werden könnte. Dem kann Abhilfe geschaffen werden:
1. Erdstand: Gut auf beiden Füßen stehen, Dir bewusst machen und unter Deinen Sohlen spüren, dass Du tatsächlich auf Deinen Sohlen stehst, und dann, dass diese von der Erdoberfläche getragen werden, von der Haut von Mutter Erde. Dann auf die eigenen Füße schauen und ihnen dabei zusehen, wie sie auf der Erde stehen, sich von Ihr tragen lassen und Dir dann bewusst machen, dass das wunderbar funktioniert und eigentlich schon seit Jahrtausenden so ist, dass du seit Jahrtausenden auf dieser Erde stehst, liegst, sitzt und gehst und sie dich trägt. Und nun begreife, dass Du Dich in der Aura der Erde befindest, mit den Füßen auf Ihrer Haut, und dass Sie genau spürt, was Du tust, und sich still und sanft freut.
2. So widersinnig es Manchen bei Kopflastigkeit erscheinen mag: Lasst euch eine Kopfmassage verpassen!! Und dann, während oder nach dem Genuss, spürt dem Strömen nach und wo es hin geht, wo es hin will, vielleicht auch, ob es durch die Füße hinaus will. Mutter Erde nimmt Euch alles ab, was nicht mehr zu Euch gehört, und lässt Euch jederzeit alles zuströmen, was Ihr braucht. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen: dann, wenn die Kopfmassage schön lang war, hinterher auch noch eine Fußmassage (die Glücklichen, die dafür jemanden haben :o)

 

Ver-Geben

Bei bitteren Vorwürfen oder Unversöhnlichkeit Anderen gegenüber ist Verzeihen schwer bis schier unmöglich, aber den meisten gelingt es besser, leuchtet es eher ein im Sinne von "Vergeben": Ver-Geben und Fort-Geben.
Aufhören es festzuhalten, es wieder dorthin abgeben oder gehen lassen, wo auch immer es hingehört, es loslassen, damit es dorthin kann, wo es hingehört. Zugeben, erlauben und bescheinigen, dass es passiert ist und nun seine Gültigkeit für mein Leben verlieren darf. Hinnehmen, dass es geschehen ist und das nicht geändert werden muss, und dem All nun all das übergeben, was geschehen ist. Und bei jeder dieser Möglichkeiten währenddessen Dich selbst mit Deinem Atem füllen, ihn in Ruhe ein- und ausfließen lassen, damit Du Dich mit Dir selbst füllen kannst, nachdem Deine Vorwürfe nun Dir selbst Platz gemacht haben.

 

SEI es!

Bei leichterer Angst und anderen belastenden Emotionen
Dich verkriechen, einrollen, verstecken und zudecken und alles was Dir in den Sinn kommt, und dann z.B. das kindliche Wesen SEIN, das hier Schutz und Geborgenheit sucht, findet und rechtschaffen ängstlich sein darf. Das ist eine liebevolle Erfahrung mit Dir selbst, und währenddessen kann mit dem Hinein-Atmen die Verstörung oder Angst wunderbar erlöst und aufgelöst werden. Sei die schützende Erwachsene oder Anleitende, die dir diesen Rückzug nun ermöglicht und erlaubt und dich währenddessen abschirmt. Und dies betrifft auch alle anderen Emotionen, die uns nicht loslassen: sie wollen erlebt werden. SEI sie! Und dann schenke ihnen einen Atemzug, und den nächsten und übernächsten...

 

selbsthilfe/selbsthilfe-techniken/TN_heim-und-herd.jpg (25.05.2013)

Herzatmung

In die Gegenwart kommen / wieder zu uns kommen mit Herzatmung:
Linke oder rechte Hand (ausprobieren, sind ganz verschiedene Qualitäten) auf das Brustbein legen und von innen ruhig in die Herzebene atmen, gegen die Hand bzw. das Brustbein atmen. „Herzebene“ heißt hier: die ganze innere Gegend (und nicht nur links) auf Herzhöhe hinter dem Brustbein.
 

 

Widerstand aufgeben

Bei dem Gefühl, für alle genannten Techniken und sogar für sich selbst unzugänglich zu sein kann derjenige davon ausgehen, dass ein Widerstand den Kontakt zwischen seiner Wahrnehmung und seinen Empfindungen bzw. seinem Sein verhindert.
(Ohne Widerstand bist Du einfach ein Wesen, das zum Leben hier ist, 
ein Lebe-Wesen, und Leben ist Bewegung, Fluss. Wenn dieser Fluss nicht möglich ist, besteht irgendwo ein Widerstand.Auch Widerstand ist einfach ein Ist-Zustand. Wenn Du ihn ablehnst, lehnst Du gerade Dich ab, denn er ist ja nunmal gerade da, und das ganz sicher nicht ohne einen Grund. In diesem Fall stelle Dir bitte vor, wie es ist, wenn Du den Widerstand gegen Deinen Widerstand einmal für eine Weile aufgibst. Wenn Du Dich den jeweiligen Zuständen in Dir selbst überlässt, sie sich so bewegen und fein rieseln lässt oder sie stagnieren lässt wie es ihnen gefällt. Und wenn Du wiederum 
dagegen einen Widerstand verspürst, dann betrachte auch ihn und sei mit ihm, atme ganz natürlich hinein, aber unbedingt ohne die Erwartung zu haben, dass er verschwindet wie ein ungebetener Gast.
> Wenn Du willst, dass der Widerstand endlich verschwindet, rufst Du ihn mit genau dieser Energie dermaßen stark ins Sein, dass das Auflösen nicht möglich ist. Er muss sein dürfen, und wenn wir energetisch das Fließen erlauben, dann wird er von selbst dorthin gehen, wo er hingehört. Seine Energien, aus denen er besteht, dürfen nicht einfach weggeworfen werden, sie sind aus DIR gemacht und müssen wieder integriert werden.

 

DAS Mantra

Bei dem Wunsch, endlich loszugehen in eine Richtung, die für Dich gut ist und Dich fördert:
"
Ich gehe eine stärkere Verpflichtung mir selbst gegenüber ein" (zum Anklicken)
.
Dies ist ein Text mit einer sehr, sehr wirksamen Affirmation, den ich absolut empfehle. Dieser Satz hat enorme Auswirkungen, oft auch auf Ebenen, die wir nur indirekt mitbekommen, indem er unerwartete und oft sogar rein äußerliche Vorgänge einleitet, die überraschend und wie von selbst in unser Leben zu kommen scheinen und uns plötzlich fördern. Und IMMER bewirkt er innerhalb von Stunden oder Tagen gute Verläufe (kleine oder große), die vorher irgendwie so nicht da waren, und auf die wir jetzt nicht mehr verzichten wollen, auch wenn wir sie dann nicht mehr mit dem gesprochenen Satz in Verbindung bringen. Und ich empfehle, diesen Satz nach dem Lesen des ganzen Textes weit öfter zu sagen, als Euch jetzt in den Sinn kommt, und hinterher immer auch dort hineinzuatmen, wo er eine Empfindung hinterlassen hat.

 

"10 Gründe warum Du feststeckst"

Ein wunderbarer Artikel! Zu Punkt 9 möchte ich allerdings sagen, dass alles Bemühen und Streben Menschenwerk ist, hier ist das Ego am Werk. Wer sich abmüht, wie in diesem Punkt beschrieben, tut gut daran, sich allen anderen Punkten zuzuwenden, dann wird alles wieder einfacher.

 

Sadhana-Übung

Hier noch eine wunderbare Übung
(um auf die entsprechende Seite zu gelangen, bitte Titel anklicken)

 

Ruhend ... empfangend

Lass dein Bewusstsein in deinen Schoß
und dein Becken fallen.
Wenn du magst, leg eine Hand
auf diesen Bereich deines Körpers.
Erlaube deinem Atem,
nach unten zu sinken,
falle nach unten.
Sei geduldig,
es gibt keinen Grund zu drängen.

Lass langsam alles Festhalten
in diesem Bereich los,
ganz so, als würdest du
eine geballte Faust entspannen.
Und während du dies tust,
lade deinen Atem tiefer
in deinen Körper ein.

Atme in die Hand auf deinem Unterbauch,
entspanne den ganzen Beckenbereich.
Sieh dich um, empfange die Farben, Schatten, das Licht.
Empfange die Geräusche, den Moment um dich herum.
Empfange diesen Augenblick, während du
den Bereich deiner Gebärmutter entspannst.

Während du tief im Inneren ruhst, erlaube, ziehe an
und empfange wonach du dich sehnst.
 


 
 Verwendung aller Texte (außer der Sadhana-Übung, die nicht von mir stammt) nur mit Angabe der Quelle in derselben Schrift und Schriftgröße wie der Text