Schau mit Augen der Liebe

Jeshua, gechannelt durch Pamela Kribbe

Liebe Menschen,

ich bin Jeshua. Ich bin euer Bruder und Freund. Ich bin ganz nah bei euch. Fühlt meine Liebe und Nähe.

Ich suche mir meinen Weg über das menschliche Herz. Was die Menschen verbindet, ist ihr Herz. Nicht ihre Überzeugungen, ihre Ideen oder was sie denken und meinen oder über was sie welches Urteil fällen - gerade das treibt die Menschen auseinander -, sondern ihr Herz: das Herz ist der Verbindungspunkt zwischen Menschen.

Nehmt euer eigenes Herz in diesem Moment einmal wahr. Das Zentrum inmitten eurer Brust ist eine Öffnung. Ein Tor zur Liebe. Wenn ihr mit den Augen der Liebe schaut, lasst ihr Urteile los und betrachtet all die verschiedenen Widersprüche, die zwischen Menschen, zwischen euch und anderen zu bestehen scheinen, mit Milde und Verständnis.
Und manchmal könnt ihr erleben, wie ein anderer sich euch auf diese Weise zuwendet. Dass er wirklich offen ist für eure Geschichte, für eure Erfahrung und ihr euch von diesem anderen daher wirklich gesehen und angenommen fühlt. Das ist eine sehr besondere Erfahrung. Ihr macht euch dann von allen Urteilen los - nicht nur von denen, die von außen auf euch einprasseln, sondern auch von denen, die ihr innerlich auf euch selbst abfeuert.

Ihr seid sehr daran gewöhnt, euch selbst zu beurteilen. Euch ständig selbst zu kritisieren und zu auszuwerten: zu beobachten, ob ihr etwas gut oder schlecht macht, wie weit ihr seid, wo ihr noch im Rückstand seid. Es  gibt eine sehr negative Stimme in euch, mit der ihr euch selbst zerlegt, durch die ihr euch nicht mit Liebe anschauen könnt. Manchmal jedoch tut dies vielleicht jemand anderes. Diesem anderen könnt ihr auf alle möglichen Weisen begegnen und es kann eine kurze oder flüchtige Begegnung sein oder auch eine längere Beziehung. Doch dieser andere spiegelt euch in solch einem Moment dann die Liebe, und ihr könnt dadurch erkennen, was es heißt, euch selbst zu lieben. Der andere kann euch einen Anstoß geben, euch dazu einladen, dies in der Beziehung mit euch selbst fortan selbst zu tun. Euch selbst wirklich sanft und offen anzusehen, euch selbst zu ermutigen und zu unterstützen, anstatt euch selbst ständig anzuzweifeln und zu kritisieren.
Manchmal könnt ihr die Liebe in eurem Herzen nur öffnen, indem ihr sie jemand anderem gebt. Wenn ihr euch einem anderen ohne Urteil zuwendet, aus Verständnis und Mitgefühl heraus, stellt ihr den Kontakt mit der Energie der Liebe her. Und je mehr ihr dies in eurem täglichen Lebensumfeld tut, desto mehr öffnet sich dieses Tor der Liebe auch für euch selbst.

Und deshalb bitte ich euch, dich, jetzt: Nimm einmal eine Person in deinem Leben, zu der du gemischte Gefühle hegst, jemanden, der dich erreicht, berührt, aber nicht immer positiv, jemanden, der dich beschäftigt und von dem du nicht weißt, was du in Bezug auf ihn fühlen sollst. Es kann jemand aus der Vergangenheit oder der Gegenwart sein, es spielt keine Rolle. Denke an diese Person und gehe zu deinem Herzen. Zentriere dich in deinem Herzen. Fühle dich sicher mit dir selbst. Nimm innerlich einen festen Stand ein. Du bist sicher und geschützt. Du bist ein eigenständiges, unabhängiges Wesen, ein Schöpfer. Nichts und niemand kann dir das nehmen. Und aus dieser kraftvollen Position heraus schaue jetzt mit den Augen deines Herzens den anderen an, wer auch immer das ist. Und fühle dann die Energie von diesem anderen und spüre, was sein oder ihr größtes Problem ist, worin er oder sie am meisten feststeckt oder zu kämpfen hat. Schau, ob du das energetisch aufnehmen kannst, und belasse es weiterhin außerhalb von dir. Es ist nicht dein Problem, nimm es einfach nur wahr. Fühle oder siehe den Schmerz in dem anderen und schaue dann, wie dieser andere sich dir gegenüber verhält, wie sein oder ihr Verhalten dir gegenüber ist, und inwiefern es von diesem Schmerz, von diesem Problem herrührt.
Und trete jetzt einen Schritt zurück. Du musst dem anderen nicht helfen oder ihn retten. Aber wenn du kannst, vergib ihm oder ihr dieses Verhalten.

Indem ihr vergebt, schließt ihr etwas ab. Aus eurer Mitmenschlichkeit, aus eurem Verständnis heraus könnt ihr einen anderen in seinem oder ihrem Lebensumfeld stehen sehen und sehen, wie ein bestimmtes Verhalten zustande kommt. Aber ihr selbst müsst nichts weiter damit tun. Es ist nicht eure Aufgabe, dies zu lösen. Indem ihr gebt, indem ihr vergebt, sendet ihr Liebe zu dem anderen aus, aber gleichzeitig weigert ihr euch, noch weiter in einem unausgeglichenen Spiel zwischen euch mitzuspielen. Ein Spiel der Manipulation oder von zu viel oder zu wenig Geben und Empfangen: dieses Spiel lasst ihr los. Genau dann, wenn ihr vergebt, steigt ihr daraus aus.
Deshalb ist das Herz auch ein strenger Lehrmeister. Das Herz ist voller Liebe und Mitgefühl, aber es mag keine Spielchen. In solchen Spielchen geht es oft um Macht und Ohnmacht zwischen Menschen. Darum, innerlich einen Mangel an Liebe oder Anerkennung zu spüren und sich das vom anderen holen wollen: So geratet ihr recht bald in ein Machtspiel hinein. Und die Liebe, die Energie des Herzens, will sich darüber erheben, will dem anderem in Freiheit begegnen. Danach sehnt ihr euch, jeder von euch.

Zum Schluss bitte ich dich nun, dir deinen eigenen Schmerz anzuschauen. Zentriere dich wieder in deinem eigenen Herzen. Nimm dann in dir die Gegenwart eines inneren Kindes wahr, das bestimmte Dinge nicht versteht. Das verwirrt ist über das Leben hier und dem es schwer es fällt, mit dieser Welt und den Menschen darin in eine Beziehung zu treten: Gehe zu deiner eigenen tiefsten Verwirrung, du kannst sie vor dir sehen als das Angesicht eines Kindes, das in dir lebt, mit dir lebt, ein Teil von dir ist. Schaue nun dieses Kind an und frage es: „Was ist deine größte Angst? Was ist deine größte Angst in diesem Leben hier?“ Schaue es ganz neutral an. Du musst auch hier nicht tiefer eintauchen. Es geht darum, das, was du siehst, ganz ruhig in dich aufzunehmen: Du machst einen Schritt zurück und du schaust deine eigene Angst, das gequälte Kind in dir an, und du fragst dich selbst: „Diese Angst oder dieser Schmerz in mir: zu welchem ​​Verhalten führt das in meinem Leben? Wohin führt es in meinem Alltagsleben? Wie verhalte ich mich infolge dieser Angst? Worin behindere ich mich selbst?“
Und dann machst du es ebenso wie du es mit der anderen Person gemacht hast. Du vergibst dir dafür. Du siehst: Ich habe bestimmte Ängste oder mein inneres Kind hat bestimmte Ängste oder einen Schmerz, und das führt zu einem bestimmten Verhalten, das behindernd oder manipulierend oder unsicher ist. Du siehst dies in dir selbst geschehen und vergibst dir selbst dafür. Denn du verstehst es, du begreifst, wie Angst zu einem bestimmten Verhalten führen kann. Du tust es nicht vorsätzlich, es ist eine instinktive Reaktion auf Schmerz. Und wenn du dir hierfür vergibst und es mit Verständnis und Mitgefühl betrachtest, dann wird dort ein neuer Raum frei.

Ihr denkt oft, dass, wenn ihr destruktives Verhalten in euch selbst wahrnehmt oder wenn ihr seht, dass ihr immer wieder gegen dieselben Wände anrennt, ihr da eingreifen und etwas verändern müsst. Aber in dieser Haltung, eingreifen zu wollen, steckt bereits das Urteil, dass es falsch sei, was ihr da tut. Es steckt bereits ein Kampf in solch einer Haltung und das hilft euch nicht weiter. Indem ihr einen Schritt zurücktretet und euch wirklich mit den Augen der Liebe betrachtet, wird ein völlig neuer Raum frei, worin sich euer Bewusstsein verlagert. Die Lösung entsteht also nicht daraus, das Problem direkt zu „anzufallen“, sondern gerade dadurch, neuen Raum zu erschaffen, einen Schritt zurück zu treten und euch selbst wirklich zu verstehen und liebevoll anzuschauen.
Probiert es aus. Ihr werdet selbst spüren, dass dann innerlich etwas geschieht. Dass aus diesem Raum des Mitgefühls für euch selbst neue Energie fließt und alte Verhaltensmuster weniger zwingend, weniger notwendig werden. Liebe wirkt immer entspannend. Und wenn ihr entspannt seid und euch in euch selbst sicher fühlt, erscheinen andere Möglichkeiten auf eurem Weg, sie zeigen sich dann ganz von selbst. Der wesentliche Schritt ist, den Raum eures Herzens zu öffnen und euch von dort aus anzuschauen.

Die Energie der Liebe, des Herzens ist auf der Erde anwesend. Ihr könnt euch während eures Lebens auf der Erde auf verschiedene Schichten oder Ebenen einstimmen. Es gibt eine Ebene der Angst, des Kampfes, des negativen Denkens und der Verurteilung, aber es gibt auch eine Ebene der Offenheit, der Liebe und der neuen Möglichkeiten. Und diesen Schritt hin zur Liebe, zu dieser Ebene, zu dieser Seinsschicht, macht ihr selbst. Es ist eine Wahl. Ihr könnt sie jeden Tag neu treffen, indem ihr euch Raum gebt und euch selbst mit Verständnis und liebevollen Augen anseht.

Ich grüße euch aus dem Herzen. Ihr liebe euch sehr.

 


Channeling: © Pamela Kribbe, http://pamela.jeshua.net/
Übersetzung: Yvonne Mohr, www.lichtderwelten.de
Deutscher Text: 
http://www.lichtderwelten.de/index.php/geistige-welt/channelings-anderer/schau-mit-augen-der-liebe-jeshua-durch-pamela-kribbe