PERSÖNLICHKEIT, SEELE UND ÜBERSEELE

Jeshua, gechannelt durch Pamela Kribbe

 

Liebe Menschen,

ich bin Jeshua, euer Bruder und euch Gleichgesinnter.

Heute spreche ich über die Seele und die Überseele. In eurem Dasein gibt es verschiedene Seins-Ebenen. Eine davon ist die Ebene der Persönlichkeit, auf der ihr als Mensch im täglichen Leben agiert. In eurer Welt, der Sphäre eures Denkens und Fühlens als Mensch, wird leider die Persönlichkeit oft als das einzig Wahre und Echte angesehen.

Im kollektiven Bewusstsein besteht hinsichtlich des Menschseins eine recht beengte, einseitige Sichtweise. Aus ihr erlebt ihr euch selbst zumeist als eine rein irdische Persönlichkeit, die in der Welt alles Erdenkliche zu tun hat. In diesem Aufgehen in der Welt, mit all ihren Ablenkungen, all ihren Erwartungen, all ihren Verpflichtungen, verliert ihr oft den Kontakt zu der weitaus umfassenderen Dimension und Seinsebene eurer Seele.

Die Seele ist größer als die irdische Persönlichkeit. Ihr wart bereits eure Seele, bevor ihr in dieses Leben geboren wurdet, bevor sich also die Persönlichkeit gebildet hat, die ihr jetzt seid. In der Welt der Seele gibt es ein Bewusstsein, das aktiv an eurem irdischen Leben teilhat. Die Seele ist in eurem täglichen Leben ein aktives Element. Wenn jedoch euer Blick davon abgewendet ist, erlebt ihr die Anwesenheit der Seele oft als einen plötzlichen Eingriff, als etwas, das euch von außen widerfährt, während es in Wirklichkeit eure eigene Seele ist, die dies erschafft.

In einer Welt, besser noch, einem kollektiven Bewusstsein, in dem die Seele anerkannt würde, würde die Existenz der Seele stärker erlebt und greifbarer gefühlt werden. Ihr würdet von klein auf lernen, euch auf die Wirklichkeit der Seele abzustimmen, eine Wirklichkeit, die über Zeit und Raum hinausgeht. Eine Seinsschicht, die nur fühlbar wird, wenn ihr euch aus den dominanten Gedankenströmen, Überzeugungen und emotionalen Mustern zurückzieht, die ihr aus dem Kollektiv absorbiert habt.

Heute bitte ich euch, diese Bewegung des Rückzugs einmal zu machen und Kontakt mit eurer Seele aufzunehmen – und nicht allein mit eurer Seele, sondern mit einer Energie oder Seinsebene, die euch noch tiefer mit eurer Quelle, eurem Ursprung verbindet, der Seinsebene der Überseele. Auch die Überseele wirkt in eurem täglichen Leben auf der Erde. Oft erkennt ihr sie nicht als solche, aber die am deutlichsten wahrnehmbare Art und Weise, wie sich die Überseele in eurem irdischen Leben manifestiert, ist die durch Begegnungen mit Gleichgesinnten.

Begegnungen mit Gleichgesinnten berühren euch auf Seelenebene: das ist tatsächlich die Definition von Gleichgesinntheit. Man kann einen Gleichgesinnten auch als Seelengefährten bezeichnen. Wenn es zwischen zwei Gleichgesinnten gut fließt, findet bei beiden eine Verlagerung auf die Ebene der Seele statt. Durch die Anwesenheit des anderen und die Interaktion mit ihm oder ihr werdet ihr für einen Moment aus eurem normalen Fokus herausgehoben. Ihr seid sozusagen daran gewöhnt, im kollektiven Bewusstsein zu versinken und euch anzupassen. Doch in der Begegnung mit einem Gleichgesinnten werdet ihr dort kurz herausgerissen, wobei "herausreißen" nicht das ideale Wort ist, da in der Begegnung auch eine Verzückung, eine Freude und eine Wiedererkennung stattfinden.

Eine Begegnung mit einem Gleichgesinnten macht euch nicht nur eurer eigenen Seele, sondern auch eines größeren Zusammenhangs oder Verbandes bewusst, einer tieferen Verbindung mit anderen Seelen, die sich oft über mehrere Leben erstreckt und in der ihr so etwas wie ein Familiengefühl – eine gemeinsame Geschichte, gemeinsame Wurzeln – verspürt. Diese Gemeinsamkeit, dieses vertraute Gefühl, lässt sich nicht aus dem gegenwärtigen Leben erklären, es reicht weiter zurück, es berührt eine Seinsebene, die mehr mit dem Konzept der Seelenfamilie zu tun hat als mit dem gewöhnlichen Konzept von Familie.

Das gewöhnliche Konzept von Familie ist naturgemäß das der biologischen Familie, das auf Blutsverwandtschaft basiert und auf ein Leben beschränkt ist. Diese irdische Familie, in die hinein ihr geboren wurdet, ist oft ein Verband, von dem ihr euch gerade lösen müsst, um euch selbst zu finden. Die meisten Lichtarbeiter-Seelen haben genau diese Erfahrung gemacht, dass in der Energie ihrer Geburtsfamilie etwas nicht passt, dass ihr eigener Grundton oder ihre eigene Grundfrequenz nicht mit der Frequenz der Eltern und der Atmosphäre um sie herum übereinstimmt. Die Herausforderung für Lichtarbeiter-Seelen besteht oft darin, daraus auszusteigen, und früher oder später werden sie sich dessen bewusst.

In der Begegnung Gleichgesinnter auf Seelenebene dagegen liegt die Erfahrung oder Empfindung von einer Heimkehr, einer tiefen Wiedererkennung, die unerklärlich erscheint. Diese Wiedererkennung gibt euch ein Familiengefühl, das ihr zuvor nie hattet. Was euch also in eurer irdischen Kindheit gefehlt hat, bekommt ihr in der Begegnung mit Gleichgesinnten, wenn auch auf eine ganz neue Weise, wieder. Die Überseele, über die ich heute sprechen möchte, hat mit diesem Konzept der Seelenfamilie zu tun. Dazu will ich nun etwas sagen.

Gott, oder das Bewusstsein, das ihr Gott nennt, ist unermesslich reichhaltig und groß. Es ist für den menschlichen Verstand unmöglich zu erfassen. Gott ist eine Quelle lebendiger Energie, die sich zum Ausdruck bringen möchte, die sich von Natur aus zum Ausdruck bringt. Es geht aus dieser Quelle eine Art Ausströmung hervor, und diese Ausströmung könnt ihr euch als eine Strömung vorstellen, die durch verschiedene Seinsebenen geht. Im Kern dieser Quelle ist eine enorm kreative, schöpferische Energie, die in gewisser Weise alles weiß und vorahnt und vorfühlt und zugleich völlig frei und unvorhersehbar in die Welt strömt. Sie ist eine extreme Bündelung von Kraft und Kreativität, die sich auf unendlich viele Weisen manifestiert.

Um wirklich schöpferisch, kreativ zu sein, musste Gott die Unvorhersehbarkeit erschaffen. Gott will nicht alles wissen oder steuern. Die ultimative Kreativität liegt gerade darin, dass ihr allem, was ihr erschafft, was aus euch hervorströmt, Freiheit gebt. Stellt euch vor, ihr selbst seid diese Quelle, und dass ihr alles, was aus euch hervorströmt, freigebt. Wie aber gebt ihr es frei? Indem ihr dem, was ihr erschafft, die freie Wahl, die freie Entscheidung gebt.

Stellt euch vor, dass aus der Quelle des Göttlichen eine Strömung lebendiger Energie hervorwogt und dass in dieser Strömung dann Punkte entstehen, Konzentrationen, Verdichtungen, die sich spontan und ganz natürlich zu einer Bewusstseins-Einheit, einer Seele, formen. Die Seele ist ein Funke, der diese Bewusstseins-Strömung auf ganz eigene Weise erlebt und wiederum auch sich selbst ausdrücken möchte, der erschaffen und ausströmen möchte. Irgendwo in dieser immensen Strömung habt ihr [euer Dasein] begonnen! Dort wurde eure Seele geboren und wurdet ihr "in die Erfahrung geschüttet". Die Schönheit des göttlichen Bewusstseins liegt darin, dass es in ihm keine Hierarchie, keine Struktur oder vorbestimmten Pfade gibt. Das Göttliche lässt euch frei.

Eure Seele machte sich auf den Weg, aber ihr wart nicht allein. Alle Funken, alle Bewusstseins-Einheiten oder Seelen, die entstanden, blieben durch diese eine Strömung verbunden: das Göttliche in ihnen.

Dennoch begann bereits eine Art Trennung stattzufinden und begann jeder Funke seinen eigenen Erfahrungsweg. Und auf diesem Erfahrungsweg bildeten sich nach einer Weile Bündel, Netzwerke von Seelen, von Gottesfunken, die auf diese oder jene Weise Freude daran hatten, miteinander in eine Interaktion zu treten. Auf eine unerklärliche Weise fühlten sie sich zueinander hingezogen und begannen, Erfahrungen auszutauschen, sich miteinander zu verbinden, zusammenzuwirken oder zu kooperieren. So stiegen sie immer tiefer ein und begannen sie, konkrete Formen – Körper – zu erschaffen, durch die sie sich selbst erfahren konnten. Das Göttliche, und damit auch eure Seele, braucht eine Form, wie eure jetzige Gestalt als Mensch, um alles zu entdecken und zu erfahren und letztlich sich selbst zu entdecken, sich seiner selbst bewusst zu werden.

Auf eurem Erfahrungsweg als Seele werdet ihr euch mehr und mehr fragen, "Wer bin ich, was ist dieser göttliche Funke in mir?" Die Begegnung mit anderen Seelen, Gottesfunken, hilft euch auf diesem Bewusstwerdungsweg. Es geht also weniger darum, dass ihr andere Funken braucht, um vollständig zu werden, denn ihr seid autonom und vollständig göttlich in euch selbst. Zudem ist es so, dass, obwohl im Laufe der "Zeit" Bündel oder Cluster von Seelen entstehen, die eine Art Familie bilden, in der eine gegenseitige Verbundenheit besteht, es zu eurer Seelenreise gehört, dort für eine Weile auszubrechen und auch mit ganz anderen Seelenfamilien in Kontakt zu treten.

Dabei werdet ihr euch wahrscheinlich heimatlos und einsam fühlen, ebenso wie ihr es erlebt, wenn ihr auf der Erde in einer Familie geboren werdet, deren Energie ihr nicht wiedererkennt. Diese Erfahrung deckt, trotz des Schmerzes und Unbehagens, den Gottesfunken in euch auf. Denn dieser Funke hat keine Angst und will alles in der Tiefe erfahren. In eurer Göttlichkeit steckt eine Art Eifer, Begierde oder Sehnsucht, so könnte man sagen, nach Erfahrung, nach Wissen, nach Selbsterkenntnis, nach Leben. Gott will durch euch leben. Und so hat das göttliche Bewusstsein euch und unendlich viele Gottesfunken geschaffen, die mitunter die Extreme suchen, aus dem tiefen Drang heraus, sich selbst zu erkennen.

Doch wenn ihr die Extreme des Getrenntseins dann einmal durchlebt habt, tritt ein Wendepunkt ein, und nach diesem Wendepunkt erfüllt die Begegnung mit der Seelenfamilie, mit eurer Überseele, eine wichtige Rolle auf eurem Bewusstwerdungsweg. Das ist es, was derzeit im Leben vieler Lichtarbeiter auf der Erde geschieht. Ihr befindet euch in einer Übergangsphase – die Erde befindet sich in einer Übergangsphase, aber auch ihr befindet euch auf innerer Ebene, als einzigartiger Gottesfunken, als Seele, in einem Übergang, einem Bewusstseinsübergang.

Ihr habt die Extreme erfahren und was es bedeutet, ganz und gar in eurer Persönlichkeit aufzugehen. Ihr habt dies in mehreren Leben erlebt – dass ihr so stark in die Form gedrückt wurdet, so tief inkarniert seid, dass ihr die Verbindung zu eurem eigenen Gottesfunken, eurer Seele, und oft auch zu eurer Seelenfamilie verloren habt. Wenn ihr die Verbindung zu eurer eigenen Seele verliert, erkennt ihr oft auch eure Gleichgesinnten nicht mehr recht – wenn es auch manchmal umgekehrt wirkt, nämlich dass die Begegnung mit einem Gleichgesinnten euch gerade wieder eurer eigenen Seele bewusst macht. Das ist dann eine Art Eingreifen seitens der Überseele. Ein Eingreifen im Sinne einer Einladung, wie, dass jemand aus eurer Seelenfamilie auf eurem Weg erscheint und dies euch die Möglichkeit gibt, wieder tiefer Kontakt mit eurer eigenen Seele aufzunehmen.

Um auf den Bewusstseinsübergang zurückzukommen, in dem ihr euch befindet: Ihr seid unterdessen durch Extreme des Selbstvergessens gegangen – des Vergessens der Göttlichkeit in euch und der Ablösung von der tief schöpferischen sprudelnden Strömung des Göttlichen in euch. Inzwischen habt ihr den Wendepunkt erreicht und seid nun sozusagen "auf dem Rückweg". Ihr habt in den Extremen des Selbstvergessens, sei es durch eine Krise oder ein Trauma, Grenzerfahrungen gemacht, infolge derer ihr euch nun immer deutlicher für euer wahres Selbst entscheidet. Ihr seid im Begriff, eure Identifikation mit allerlei kollektiven Ängsten und Vorstellungen loszulassen und euch eurer Seele zuzuwenden. Ihr erinnert euch allmählich wieder an euren göttlichen Ursprung.

Gerade in dieser Zeit spielen Seelenbegegnungen, Begegnungen also auf der Seinsebene echter Gleichgesinntheit, eine besondere Rolle. Oft offenbart die Überseele sich in diesen Beziehungen. Eine Begegnung mit einem Gleichgesinnten kann in allen irdischen Leben, die ihr hattet, großen Einfluss haben, doch in diesem Leben können diese Begegnungen euch bis in den Kern erreichen und euer Bewusstsein so erweitern und erheben, dass die Überseele selbst stärker in die irdische Realität hineinfließen kann.

Um zu veranschaulichen, was dies bedeutet, bitte ich euch jetzt, einmal Kontakt mit jemandem in eurem Leben aufzunehmen, sei es jemand in der Gegenwart oder aus der Vergangenheit, der ein Gleichgesinnter auf Seelenebene ist oder war. Schaut, wie diese Begegnung mit ihm oder ihr euch eurer eigenen Seele bewusster machte oder macht. Werdet euch bewusst, was dieser Mensch in euch berührte oder berührt, was dadurch in euch zum Leben erwachen wollte oder will und wie dies euch auf eine höhere Frequenz erhob und in eine tiefere Selbstverwirklichung brachte oder bringt.

Die Begegnung mit einem Gleichgesinnten bringt euch in Kontakt mit eurer Überseele, mit dem größeren Verband oder Cluster von Seelen, die ihr als Familie betrachtet. Indem ihr damit in Kontakt tretet, werdet ihr freier von eurer Vergangenheit als Persönlichkeit und werdet neue Entscheidungen treffen. Fühlt euch dort einmal hinein.

Dies ist ein greifbares Beispiel dafür, wie sich die Überseele durch die Begegnung mit einem oder einer Gleichgesinnten zu erkennen gibt. Im Folgenden lade ich euch ein, euch jetzt auf die Energie eurer Seelenfamilie als ein Ganzes einzustimmen. Und um dies konkreter zu machen: Ihr, die dies hören oder lesen, seid Lichtarbeiter-Seelen – eine Familie von Seelen, wie ich sie in vielen vorherigen Channelings beschrieben habe. Meine Botschaften richten sich vor allem an diese Familie von Lichtarbeiter-Seelen, und gerade sie erkennen sich darin auch am stärksten.

Innerhalb der Seelenfamilie der Lichtarbeiter gibt es Untergruppen. Ich möchte hier betonen, dass Gruppen auf Seelenebene niemals geschlossen sind. Es gibt darin keine Hierarchie, keine Struktur, es sind dynamische Netzwerke. So wie eure Seele niemals stillsteht, da immer wieder neue Inkarnationen, neue Erfahrungen und Abenteuer hereinkommen, so stehen auch die Seelenfamilie und die Überseele niemals völlig still. Beide sind sich fortwährend bewegende, dynamische Cluster.

Versucht im Großen zu denken. Stellt euch vor, wie sich ein bestimmtes Netzwerk von Seelen über Tausende von Jahren hinweg mehr oder weniger regelmäßig miteinander bewegt, weil sie von bestimmten Erfahrungen oder von etwas fasziniert sind, das sie gern entdecken möchten. In irdischen Begriffen ist das eine recht enge Familie – tausende Jahre, das ist schon etwas. Aber wenn ihr es im Größeren, aus der Perspektive des unermesslichen Universums seht, dann sind ein paar tausend Jahre wiederum nur ein Atemzug. Es hängt also davon ab, aus welcher Perspektive ihr schaut. Was ich damit deutlich machen möchte, ist, dass ihr Begriffe wie Überseele und Seelenfamilie nicht zu stark festlegen solltet. Eine Gruppe, eine Familie oder ein Netzwerk von Gleichgesinnten ist nicht für alle Ewigkeit festgelegt, es ist immer ein dynamisches und sich entwickelndes Ganzes.

Ich sagte zuvor, dass es innerhalb der Lichtarbeiterfamilie Untergruppen gibt – kleinere Verbände von Seelen, die in ihrem Erfahrungsweg auf der Erde etwas Gemeinsames haben. Man kann sagen, dass bestimmte Seelen sich auf bestimmte Fertigkeiten und Talente spezialisiert haben, die ihnen Freude bereiten. So gibt es Lichtarbeiter-Seelen, die sich auf die Erde selbst fokussieren, die sehr die Natur lieben und es lieben, in einer tiefen Wechselwirkung mit ihr zu sein. Es gibt auch Lichtarbeiter-Seelen, die gerne die Brücke zu nicht-irdischen Sphären, zu den Dimensionen der Seele und der Überseele schlagen, und von dort viel Inspiration empfangen. Es gibt auch Lichtarbeiter-Seelen, die vom Körper und dem Verhältnis zwischen der Seele und dem irdische Körper fasziniert sind und die sich zum Beispiel auf den Bereich der Heilung und der spirituellen Medizin spezialisieren.

Es gibt innerhalb einer so großen Seelenfamilie also Gruppierungen oder Cluster. Ich bin in meinen Botschaften an euch nicht darauf ausgerichtet, einen Überblick über alle Cluster und die Anzahl der Seelen darin zu skizzieren. Denn ganz gleich, was ihr glaubt, erkennt, dass die Wirklichkeit des Göttlichen tief schöpferisch, kreativ und damit immer unvorhersehbar, dynamisch und veränderlich ist. Nichts liegt zu einhundert Prozent fest. Dadurch ist immer Veränderung und Erneuerung möglich.

Nachdem dies gesagt ist, bitte ich euch nun – nicht mit eurem Verstand, mit eurem Herzen – Kontakt mit eurer Seelenfamilie aufzunehmen, wie klein oder umfassend dieser Verband auch sein mag. Lasst einfach heraufwallen, was für euch jetzt heilend, inspirierend und bedeutsam ist.

Vorhin habe ich als Beispiel eine konkrete jetzige oder frühere Begegnung mit einem Gleichgesinnten genommen. Jetzt bitte ich euch, euch auf der Herzebene auf einen etwas größeren Verband einzustimmen.

Ihr könnt dabei fühlen, dass es Seelen gibt, die durch eine tiefe An- und Wiedererkennung mit euch verbunden sind. Einige von ihnen sind auf der Erde, andere sind es nicht, sie verkehren in anderen Sphären. Fragt, ob ihr von ihnen eine Botschaft empfangen könnt. Stellt euch vor, ihr sitzt mit eurer Seelenfamilie, mit dem Netzwerk von Seelen, das euch am nächsten steht, um ein kleines Feuer herum in einem Kreis. Seht ihre Gesichter im Schein des Feuers und fühlt die Wärme, den Humor, die Gleichgesinntheit, die gemeinsamen Erfahrungen und Ziele. Oft befindet ihr euch auch an demselben Punkt eures Entwicklungswegs, mit all den Fragen, die das aufwirft, aber auch all der Aufregung und Inspiration.

Spürt die Liebe, die da ist, die aus dem Verständnis und der Wiedererkennung hervorgeht, die zwischen euch allen in diesem Kreis fließt. Spürt, dass diese Liebe euch umgibt, ganz subtil, auch in eurem täglichen Leben, und erfasst, dass ihr immer eine Seelenfamilie habt. Auch wenn es in diesem Moment in eurem Leben eurem Gefühl nach keine Gleichgesinnten gibt, niemanden, der euch auf tiefer Ebene spürt, werdet euch bewusst, dass diese Seelen dennoch da sind.

Der Kontakt mit eurer Seelenfamilie kann euch helfen, euch besser zu erden, eure Seelenenergie besser in euren irdischen Körper und eure Persönlichkeit einströmen zu lassen. Genau darin liegt die große Verheißung eines Kontakts mit Gleichgesinnten auf der Erde. Darüber möchte ich noch etwas sagen. Viele von euch sehnen sich nach diesem Kontakt und fragen sich, wie sie ihn auf der Erde zu sich anziehen können. Ich möchte euch sagen: Vertraut auf die Weisheit eurer eigenen Seele. Begegnungen mit gleichgesinnten Seelen, mit eurer Seelenfamilie und eurer Überseele, geschehen nicht zufällig. Eure Seele erschafft oder zieht diese Begegnungen an. Vertraut darauf, dass eure Seele das richtige Timing, den richtigen Rhythmus spürt.

Ihr fühlt euch mitunter sehr einsam, aber manchmal sind bestimmte Phasen der Einsamkeit nötig, um eure Eigenständigkeit, eure Autonomie voll und ganz anzunehmen. Wenn ihr dies nicht tut und aus einer ängstlichen oder bedürftigen Persönlichkeit, also aus einem Mangelgefühl heraus eine Beziehung zu einem Gleichgesinnten eingeht, könnt ihr in eine ungesunde Dynamik von emotionaler Abhängigkeit, Anspruch, Besitzdenken und dergleichen geraten. Solche auf dem Ego basierenden Verstrickungen können auch in Beziehungen zwischen Gleichgesinnten auftreten.

Wenn einer oder beide auf der Ebene der Persönlichkeit in allerlei Ängste zurückverfallen, sei es Angst vor dem Alleinsein oder Angst vor einem Mangel, dann kann auch die Tatsache, dass ein Gleichgesinnter in eurem Leben ist, euch nicht aus dieser Falle herausziehen. Das ist etwas, das ihr nur selbst lösen könnt.

Euer einzigartiger Gottesfunke, eure Seele, ist nicht dazu bestimmt, langfristig in einem größeren Verbund aufzugehen und mit einer anderen Seele oder Überseele zu verschmelzen. Die Ausströmung aus der göttlichen Quelle führt immer zu mehr Autonomie, zu mehr Kreativität, niemals zu weniger. Ihr werdet also nicht in einem größeren Ganzen oder einer Einheit aufgehen, nein, ihr werdet im Gegenteil die Einheit selbst immer stärker verkörpern, in vollkommener Autonomie, und genau dadurch könnt ihr sehr kraftvolle Verbindungen mit anderen Seelen eingehen.

Um auf die Frage zurückzukommen, "Wie ziehe ich einen Gleichgesinnten in mein Leben?": Vertraut darauf, dass ihr dafür nichts leisten oder euch abrackern müsst. Vertraut darauf, dass eure Seele weiß, wann der richtige Moment ist, diesen oder diese Gleichgesinnten zu treffen. Es geschieht, wenn der Boden fruchtbar ist, wenn ihr maximal von dieser Begegnung profitieren könnt, Freude daraus schöpfen könnt und eure Persönlichkeit so stark entwickelt ist, dass sie diese Begegnungen tragen kann. Dann erhebt die Verbindung euch und euch alle Beteiligten auf eine Ebene tiefer Selbstbewusstheit und Selbstverwirklichung.

Abschließend möchte ich euch sagen, dass ich zu euch und mit euch aus einer Seinsebene spreche, die ihr auch eure Überseele nennen könnt. Die Christusenergie, die ich repräsentiere, durchströmt eure ganze Seelenfamilie. In diesem Sinne bringe ich die Frequenz eurer Überseele zu euch, und so sehr ihr euch in mir wiedererkennt, nehmt ihr auch Verbindung mit eurer eigenen Überseele auf. Ich sage oft zu euch: "Ich bin kein 'Anderer', ich bin in euch, ich lebe in eurem Herzen", und damit weise ich auf diese Ebene der Überseele hin – eine Ebene, auf der eine Frequenz-Einheit herrscht, und auf der die Ebene der Persönlichkeit als ein separates Ich tatsächlich wegfällt und auf der es keine getrennten Personen gibt. In eurem Herzen seid ihr viel mehr ein Bewusstsein als eine Person, und in diesem Sinn lebe und wohne ich in euch und nicht außerhalb von euch.

Ich grüße euch aus der Liebe und Fülle heraus.

 

 
C
hanneling: © Pamela Kribbe
Übersetzung: Yvonne Mohr - https://www.lichtderwelten.de/
Deutscher Text: https://www.lichtderwelten.de/index.php/geistige-welt/channelings-anderer/pamela-kribbe/jeshua--persoenlichkeit-seele-und-ueberseele