MIT TOXISCHER MÄNNLICHER ENERGIE UMGEHEN

- TEIL I/II -

Jeshua, gechannelt durch Pamela Kribbe

 


Liebe 
Menschen,

ich bin Jeshua, euer Bruder und euch Gleichgestellter. Ich bin bei euch in eurem Herzen. Im Herzen sind wir miteinander verbunden und seid ihr tief eingebunden in das Feld der Christus-Energie, das Lichtfeld, zu dem ihr gehört.

Heute werde ich über toxische männliche Energie sprechen und darüber, wie sie sich im kollektiven Bewusstsein und auch in euch selbst manifestiert. Ihr wurdet in ein Feld kollektiven Bewusstseins hineingeboren, in dem eine toxische männliche Energie bisher die Norm gewesen ist.

Lasst mich zunächst erklären, was ich mit toxischer männlicher Energie meine. Es ist im Wesentlichen eine Energie der Verschlossenheit, des Eingeschlossen-Seins in sich selbst und des Empfindens, sich darin bedroht zu fühlen. Ein Mensch, der in dieser toxischen männlichen Energie steckt, fühlt tief innerlich die Angst des Verschlossenseins und Getrenntseins.

Statt sich jedoch dieser Angst zuzuwenden, sie mit Bewusstsein zu umgeben, diese Angst zu durchfühlen und sie so durch das eigene Bewusstsein zu transzendieren, verleugnet die toxische männliche Energie diese innere Angst und fühlt sich einfach nur bedroht. Diese Angst selbst – diese existenzielle Angst vor einem Getrenntsein und davor, völlig allein, verletzlich und nicht verbunden zu sein – ist zutiefst menschlich und teilen alle Menschen und sogar alle Seelen miteinander. Der einzige Weg zur Heilung ist der Weg nach innen.

Eben das tut die toxische männliche Energie nicht. Sie reagiert auf diese Urangst, indem sie sich nach innen zurückzieht und eine Art geschlossene Festung bildet. Sie verbindet sich also nicht mit sich selbst. Und indem sie sich von ihren eigenen Gefühlen abschottet, verschließt sich diese Art von männlicher Energie auch vor einer echten Verbindung mit etwas außerhalb ihrer selbst und mit anderen Menschen. Die Verbindung zu anderen wird blockiert, da die toxische männliche Energie nicht wirklich zur Kommunikation fähig ist.

Kommunikation steht und fällt mit Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit. Kommunikation steht und fällt damit, sich aus einer tiefen Verbindung mit dem, was man innerlich fühlt, heraus auszudrücken und zugleich in Tuchfühlung damit zu bleiben, wo der andere steht, was er oder sie fühlt. Kommunikation ist also ein sehr sensibler Prozess, der Einfühlungsvermögen erfordert, sowohl sich selbst als auch dem anderen gegenüber. Und genau das ist es, was die toxische männliche Energie vermeidet und nicht tut. Dieser Mensch empfindet das sogar als bedrohlich, denn wenn es etwas gibt, das der toxischen männlichen Energie zuwider ist, dann ist es Verletzbarkeit. Verletzbarkeit ist ihm gleichbedeutend mit Schwäche: Dann wird man zur Beute des anderen und ist man der Vernichtung nahe.

Dies ist für mich die Definition toxischer männlicher Energie. Zu ihr gehören also ein Unvermögen, wirklich zu kommunizieren, und das Überdecken der eigenen inneren Angst. Aus diesen beiden Elementen entsteht eine defensive und aggressive Haltung sich selbst und der oder dem anderen gegenüber. Wenn es nach seiner toxischen männlichen Energie geht, ist dieser Mensch eine Art Soldat, der sehen muss, dass er in der Welt überlebt. Auf kollektiver Ebene sowie weltweit in der Führung der meisten Länder sieht man, dass diese defensive und aggressive Haltung im politischen Wirken zur Norm geworden ist. Es bestehen zwar oft Ideale, humanistische Leitbilder, die vor allem mündlich praktiziert werden, aber wenn es um tatsächliche Entscheidungen geht, basieren sie dennoch oft auf dem Bedürfnis, zu gewinnen, und nach Sicherheit für sich selbst.

Auf politischer Ebene wäre das Selbst, das geschützt werden muss, dann die Nation – man tut oder unterlässt Dinge im Interesse des Landes. Wenn jedoch Individuen mit viel toxischer männlicher Energie die Führung übernehmen, sieht man, dass sie nicht in der Lage sind, wirklich im Interesse des Landes, des Ganzen zu denken oder zu handeln. Ein Land ist, spirituell gesehen, natürlich nur eine willkürliche Einheit, ein historisch gewachsenes Gebilde, aber in jedem Fall etwas, das über das Individuum hinausgeht.

Toxischen politischen Führern kann selbst dieser Schritt, dem Land zu dienen, sehr schwerfallen, weil sie in ihrem eigenen Ego gefangen sind. Betrachtet man daher das Verhalten sogenannter starker Anführer oder Diktatoren, ist und war heute wie auch in der Vergangenheit, ihr Handeln und Denken oft von chaotischen, unreflektierten Impulsen oder Machtfantasien bestimmt. Da sie selbst ein Machtmonopol beanspruchen, verlieren sie den Bezug zur Wirklichkeit und tolerieren dann auch keinen Widerspruch mehr. Wie zuvor gesagt, ist mit toxischer männlicher Energie eine wirkliche Kommunikation nicht möglich.

Das Einzigartige an der sich derzeit im kollektiven Bewusstsein abspielenden Situation ist, dass die toxische männliche Energie nun sehr deutlich sichtbar wird. Durch die modernen Medien – durch das Internet und die Möglichkeit, Nachrichten sehr einfach und schnell zu verbreiten, auch wenn dies sehr oft stark gefiltert und wenig transparent geschieht – wird das Wirken toxischer männlicher Energie nun sehr sichtbar. Es besteht im Kollektiv bereits ein Bewusstsein dafür, was das Ego so alles tut und bewirkt. In der heutigen Zeit besteht trotz allem, was ungut verläuft, ein sehr viel größeres Bewusstsein für die Wirkweise der menschlichen Psyche.

Psychologie und das Nachsinnen darüber, was Menschen bewegt, was einen selbst bewegt, das Empfinden von Emotionen und ein Interesse  an psychische Leiden, ist in den letzten fünfzig bis hundert Jahren weit alltäglicher und normaler geworden. Das bewirkt, dass die Scharaden oder Täuschungen seitens der toxischen männlichen Energie immer sichtbarer werden. Wo autoritäre Anführer früher hohes Ansehen genossen – auf politischer Ebene, aber auch auf lokaler Ebene wie der Arzt, der Bürgermeister, der Lehrer –, werden diese Autoritäten nun entthront und werden sie nicht mehr so ​​ernst genommen wie früher. Die toxische männliche Energie wird daher zunehmend offen auch als toxisch wahrgenommen.

Das ist natürlich ein Schritt vorwärts. Das Bewusstsein wächst. Zugleich aber hat diese toxische männliche Energie die Realität noch immer fest im Griff, hat großen Einfluss auf das Leben zahlloser Menschen und auch auf die Umwelt, das Verhältnis zwischen Mensch und Natur und die Wirtschaft. Die Transformation, das Wachstum hin zu einem offeneren Bewusstsein, wird nicht durch einzelne Menschen erfolgen, die viel Macht haben. Wer viel Macht hat, will sie meist behalten. Das sieht man auf der Ebene politischer Führerschaften, in denen die toxische männliche Energie dominiert, was oft schlimme Folgen für die "einfachen" Menschen hat, die unter der Herrschaft dieser sogenannten starken Männer und Frauen leiden. Zugleich aber wächst das Bewusstsein für das, was vor sich geht. Während das Leid äußerst schmerzvoll ist, entsteht weltweit nun auch ein Bewusstsein dafür und eine immer tiefere Erkenntnis, dass die Dinge sich ändern müssen.

Was es schwierig macht, ist, dass Menschen, die sich in schweren Krisensituationen befinden – weltweit infolge von Umweltkatastrophen, Kriegen und Konflikten –, oft als ersten Reflex in eine toxische männliche Energie verfallen. Fühlt ein Mensch sich bedroht und muss schlicht überleben, verfällt er zunächst in eine Angst- und Kampfhaltung. Das Verhalten toxischer männlicher Anführer kann sich dann in der Bevölkerung widerspiegeln. Die Menschen können dann ebenfalls sehr aggressive Ideologien übernehmen, um psychisch standzuhalten.

Ich möchte mich nun zwei Fragen zuwenden. Die erste ist: Wie geht ihr mit toxischer männlicher Energie um, wenn ihr ihr in eurem Alltag begegnet? Und die zweite, aus spiritueller Sicht eigentlich interessanteste oder bedeutendste Frage ist: Wie geht ihr mit toxischer männlicher Energie in euch selbst um? Inwieweit identifiziert ihr euch damit oder lebt ihr sie noch aus, ohne es zu merken?

Die erste Frage ist also: Wie geht ihr mit toxischer männlicher Energie in eurem Umfeld, in euren Beziehungen um? Wenn für euch sichtbar wird, dass eine andere Person defensiv oder aggressiv reagiert und ihr euch dadurch verletzt oder abgewiesen fühlt: Wie geht ihr damit um, wenn ihr wisst, dass eine wirkliche Kommunikation nicht möglich ist?

Das erste Wichtige, wenn ihr von toxischer männlicher Energie verletzt werdet, ist zu erkennen, dass ihre Ebene keine persönliche ist. Es fühlt sich zwar persönlich an, wenn ihr zurückgewiesen werdet oder Aggression in irgendeiner Form erlebt, tatsächlich aber ist die andere Person nicht in der Lage, euch wirklich zu sehen und eure Individualität wirklich zu erfassen. Dieser andere Mensch befindet sich in einem Bewusstseinszustand, sich bedroht zu fühlen, und schnellt in einen aggressiven Reflex. Tatsächlich besteht jedoch kein Kontakt zwischen Euch.

Das ist schmerzvoll, besonders wenn es um das Miteinander mit jemandem, den ihr liebt oder gern habt, oder einem Familienmitglied geht. Das macht es sehr schwierig, dennoch ist es für euch selbst sehr wichtig, dass ihr erkennt, dass, wenn ihr es als eine persönliche Verletzung oder Zurückweisung seht, ihr aus dem Gleichgewicht geraten und psychischen Schmerz erleiden könnt, der euch an euch selbst zweifeln lässt. Es wühlt jedoch auch alles Mögliche in euch herauf und lässt euch in einen inneren Prozess von Dingen gelangen, durch die ihr irgendwann einmal gegangen seid.

Angenommen zum Beispiel, ihr seid beruflich in einem Umfeld, in dem keine wahre Kommunikation stattfindet oder in dem Menschen zu sehr wie Dinge oder nur als Glied in einem Produktionsprozess behandelt werden. Wenn ihr darunter leidet oder euch dadurch verletzt fühlt, seid euch bewusst, dass ihr hier eine toxische männliche Energie erlebt. Seid achtsam und nutzt eure Selbsterkenntnis, um zu erkennen, dass dieses Gefüge sich außerhalb von euch befindet und ihr diese Erwartungen nicht erfüllen müsst. Denn ehe ihr euch verseht, könnt ihr von der toxischen männlichen Energie mitgeschleift werden und dabei noch denken, dass ihr so und so sein müsstet, dass ihr in dem Hamsterrad mithalten müsstet, um erfolgreich zu sein, zu punkten und Erwartungen zu erfüllen. Geht ihr darin erst einmal mit und verinnerlicht diese Standards, werdet ihr schnell auch sehr anfällig für Abweisung und verfallt in Gedanken wie "Oh, ich werde dem nicht gerecht. Ich bin nicht gut genug. Ich kann nicht mithalten. Ich bin schwach. Ich bin überempfindlich. Ich leiste nicht genug."

Um dieser Reaktion, euch selbst zu verachten oder an euch selbst zu zweifeln, zu begegnen, ist es sehr wichtig zu erkennen, dass ihr nicht in dieses System passt. Wenn euch das dann vorgeworfen wird – zum Beispiel, wenn ihr dann durch diesen Stress krank werdet –, versucht zu erfassen, dass nicht ihr persönlich abgelehnt werdet. Dieses System hat seine eigene Dynamik. Das System selbst sieht euch nicht. In ihn dreht sich alles um den Kampf um Überleben, Image und Erfolg. Wenn ihr euch dem wirklich entziehen könnt, bedeutet das, dass euer Inneres so intakt ist, dass ihr wisst: Ich muss da nicht mitmachen. Ich muss nicht darauf reagieren. Und ihr müsst dann auch nicht dagegen sein, in dem Sinne, dass ihr dagegen zu kämpfen beginnt. Ihr könnt einfach aussteigen.

Die dann folgende Frage ist: Bleibt ihr oder geht ihr fort? Wenn ihr mit toxischer männlicher Energie in Berührung kommt und euer Selbstbewusstsein so stark ist, dass ihr angesichts dieser toxischen männlichen Energie keine Ängste, Selbstkritik und auch keine Aggressionen gegen sie verspürt und es euch gelingt, euch alldem zu enthalten, stellt sich die Frage: Könnt ihr auf Dauer in einer Beziehung oder einem Arbeitsumfeld bleiben, das diese toxischen Elemente beinhaltet? Der erste Schritt besteht also darin, euch innerlich zu distanzieren, nicht mehr darauf zu reagieren und, wie ihr sagt, "bei euch selbst zu bleiben".

Doch die nächste Frage, die sich stellt, ist: Inwieweit könnt ihr dort bleiben? Führt euer innerer Rückzug nicht auch zu eurem äußeren Rückzug? Meine Antwort darauf lautet: Ja. Sobald ihr euch innerlich zu lösen beginnt und psychisch nicht mehr mit toxischer männlicher Energie (im Arbeitsumfeld oder in einer Beziehung) interagiert, wenn euer Inneres nicht mehr reagiert, werdet ihr letztlich auch beginnen, euch äußerlich zu distanzieren. Mit wachsendem Selbstbewusstsein geschehen oft Dinge in den äußeren Umständen, die euch letztendlich dazu veranlassen, euch von der Situation zu distanzieren.

Vielleicht denkt ihr nun: "Aber die toxische männliche Energie ist in der gesellschaftlichen Realität so allgegenwärtig, da kann man sich nicht vollständig draus zurückziehen." Doch es ist tatsächlich möglich. Wenn euer Selbstbewusstsein stärker wird, wenn ihr tiefer erfühlt, was euch im täglichen Leben begegnet, könnt ihr so "navigieren", dass ihr regelmäßig in Oasen der Ruhe und Stille landet. Konkret bedeutet das oft, dass ihr genug Zeit habt für euch selbst, dafür, allein zu sein, in der Natur oder in einer ruhigen Umgebung oder mit Menschen zu sein, mit denen ihr das Gefühl habt, dass eine wirkliche Kommunikation stattfinden kann.

Wenn die Schwingung des Herzens in euch stärker wird, zieht ihr sie auch in eurem Alltag, in euren Begegnungen, in euren Beschäftigungen und Aktivitäten an. Es ist ein subtiler Prozess. Ihr bleibt dann ganz normal Teil dieser Welt, aber es ist dann zugleich, gerade in der heutigen Zeit, Raum für euch, für euer Herzbewusstsein. Wenn das Bild auch momentan chaotisch sein mag und weltweit sehr viel vor sich geht, gibt es dennoch gerade in dieser Zeit tatsächlich viel mehr Raum. Es gibt überall sozusagen "Blasen" von Herzbewusstsein. Es gibt Oasen. Es gibt mehr Freiheit als zuvor.

Nun möchte ich hier noch auf das aus esoterischer oder spiritueller Sicht Wichtigste eingehen: Inwieweit werdet ihr selbst noch von toxischer männlicher Energie "gelebt"? Denn das ist letztlich der Schlüssel zu allem, was ich zuvor gesagt habe. Ihr könnt toxische männliche Energien, wenn sie euch in euren Beziehungen, bei anderen begegnen, nur dann wirklich loslassen, wenn ihr sie zuerst in euch selbst erlöst habt. Versucht dahinterzukommen, inwieweit ihr selbst noch von dieser Energie bestimmt seid, denn ihr seid aufgewachsen in einem Feld kollektiver Überzeugungen, und es ist beinah unmöglich, davon frei zu sein.

Ob ihr nun eine Frau oder ein Mann seid, dieser Reflex, sich emotional abzuschotten, zu verschließen und seine Verletzlichkeit abzuschirmen, ist ein beinah universeller Reflex bei Menschen. Auch eine Konkurrenzhaltung oder eine Kampfhaltung anderen gegenüber ist euch zu einer Art zweiten Natur geworden, die in der Schule oder in eurer Karriere oft ermutigt wird. Es ist also ein Teil von euch geworden. Um dahinterzukommen, inwieweit ihr immer noch davon getrieben seid, ohne es bewusst zu wissen oder zu wollen, ist es gut, euch anzusehen, wie ihr mit anderen Menschen kommuniziert, insbesondere mit Menschen, die euch am Herzen liegen und euch wirklich etwas bedeuten.

Wie kommuniziert ihr? Könnt ihr in eurer Kommunikation wirklich etwas von euch zeigen? Traut ihr euch, den Sprung ins Tiefe, ins Unbekannte zu wagen? Echtes Kommunizieren und damit auch echtes Verbinden, bedeutet, dass ein Gespräch nicht altausgetretenen Pfaden folgt. Dass ihr Erwartungen loslasst – was  beängstigend sein kann – und wirklich sagt, was in euch vorgeht, auch wenn es nicht von der Art ist, wie es sich gehört, auch wenn es für den anderen möglicherweise konfrontierend ist. Inwieweit erlaubt ihr euch das? Könnt ihr euch das zugestehen? Inwieweit seid ihr wirklich offen für den anderen?

Es gibt verschiedene innere Haltungen, aus denen heraus eine aufrichtige Kommunikation blockiert wird. Zum Beispiel ist die Überzeugung "Ich muss stark sein" etwas, womit man eine offene Kommunikation blockiert. Stark sein kann zum Beispiel auch bedeuten: "Ich muss für dich sorgen! Ich muss dir helfen." Toxische Verschlossenheit (eine nicht offene Kommunikation) kann also auch eine scheinbar nicht-aggressive Form annehmen: dass ihr euch nicht verletzbar zeigt, weil ihr in einer Beziehung der "Sorgende" oder "Versorger" seid. Dies ist ein Beispiel, das für Lichtarbeiter sehr relevant ist. Es ist gut möglich, dass, wenn ihr euch so "fürsorglich" positioniert, ihr dadurch in Wirklichkeit "die Kontrolle behaltet" und euch zudem nicht erlaubt, einfach nur Mensch zu sein. Ihr zeigt in der Beziehung weder eure Verletzbarkeit noch eure unsichere, zweifelnde oder ängstliche Seite oder ihr äußert keine Emotionen, die ihr spirituell für "ungut" haltet, wie zum Beispiel Wut.

Eine toxische männliche Energie in euch selbst manifestiert sich immer in einer Art von Verschlossenheit. Dahinter sitzt Angst. Angst, zum Beispiel davor, die oder den anderen zu verlieren. Angst, den anderen zu verletzen und dadurch zu riskieren, dass er oder sie sich von euch distanziert oder, erneut, dass ihr ihn oder sie dadurch verliert. Auch das ist also der toxische Reflex dahinter: die Kontrolle behalten zu wollen und euch deshalb nicht zeigen zu dürfen. Damit geht ihr einer echten Verbindung aus dem Weg. Wenn es auch an der Oberfläche dann dennoch so aussehen kann, als wäre alles in Ordnung, als würdet ihr euch gut miteinander verstehen.

Das Loslassen toxischer männlicher Energie in euren Beziehungen bedeutet, echte Offenheit zuzulassen und Risiken in Kauf zu nehmen. Ihr könntet euch selbst fragen: "Wie viel Risiko nehme ich in meiner Kommunikation mit anderen in Kauf?" Wenn ihr die toxische männliche Energie loslasst, schafft ihr Raum für die herzgetragene oder höhere männliche Energie, die in euch (ganz gleich, ob ihr eine Frau oder ein Mann seid) zugegen ist.

Zum Schluss nun möchte ich euch einladen, mit eurer männlichen Herzensenergie in Kontakt zu treten. Sie ist offen für andere und zugleich auch sehr selbstbewusst.

Nächstes Mal werde ich über toxische weibliche Energie und ihre Auswirkungen auf Beziehungen sprechen. Sehr kurz zusammengefasst aber kann man sagen, dass dort anstelle der Abschottung gerade eine Verschmelzung mit dem anderen stattfindet, wobei sich die Individualität und eine wahre Kommunikation ebenso verlieren, dann allerdings in einer genau gegensätzlichen Bewegung. Darauf werde ich heute jedoch nicht näher eingehen.

Die höhere männliche Energie ist eine Energie des Überblicks und des Gleichgewichts, und das Wort Selbstbewusstsein gehört dazu. Den Kontakt zu halten mit euren eigenen Bedürfnissen, mit euren eigenen Emotionen und zugleich Kontakt zum Inneren des anderen aufzunehmen … und sich zwischen beiden hin und her zu bewegen, das ist höhere männliche Energie. Frei zu sein von Angst, es wagen, Risiken einzugehen, eure eigenen Gefühle zu benennen und zugleich auch die des anderen zu hören. Da entsteht Magie. Wirkliche Kommunikation, wirkliche Verbindung bedeutet nicht, euch mit dem anderen eins zu fühlen und in einer Art ekstatischem Wir-Gefühl hochgehoben zu werden. Nein, die oder der andere bleibt die oder der andere, ihr bleibt euer eigenes Ich. Aber durch die Offenheit entstehen in der Kommunikation eine wirklichen Tiefe und ein gegenseitiges (Wieder)Erkennen und zugleich auch das Erkennen des Andersseins.

Diese Form der Verbindung vermittelt ein tiefes Gefühl von Erfüllung, Freude und auch das Potenzial kreativen Zusammenwirkens. Eines Zusammenwirkens, in dem ihr euch gegenseitig ergänzt und in der Wettbewerb und Kampf dadurch ersetzt werden, dass jeder seine oder ihre eigene Rolle, sein oder ihr eigenes Talent hat. Dann entsteht ein Netzwerk einander ergänzender Energien, von denen ebenfalls jede wiederum für sich steht. Das ist die Zukunft. Dann begebt ihr euch über traditionelle Hierarchien und Autoritätsverhältnisse hinaus. Und das ist auch kollektiv und global die Zukunft. Das ist die energetische Blaupause, auf die jeder auf innerer Ebene nun hinarbeitet.

Wie schnell das geschehen wird, ist unvorhersehbar. Denn letztlich wird toxische männliche Energie von den einzelnen individuellen Menschen entweder festgehalten oder losgelassen, die jede und jeder ihre eigenen Entscheidungen treffen. Menschen, die viel Macht haben, halten an dieser meist so lange wie möglich fest. Jeder Mensch hat die freie Wahl, diese toxischen Reflexe im gegebenen Moment zu lösen, sich über sie zu erheben oder noch eine Weile an ihnen festzuhalten. Gerade wegen dieser Entscheidungsfreiheit lässt sich nicht vorhersagen, wie schnell sich die Entwicklungen im kollektiven Bewusstsein vollziehen werden, wie lange es dauert, bis die eine Blaupause losgelassen wird und die andere sich festigen und entwickeln kann.

Diese Unvorhersehbarkeit ist tatsächlich Teil des Menschseins. Die Kraft des Menschen liegt auch darin, dass er die freie Wahl hat. Euer Beitrag zum Ganzen besteht darin, innerlich die herzgetragene, die höhere männliche Energie zu wählen. Damit befreit ihr euch selbst und auch andere, wenn sie dafür offen sind. Das ist euer Weg. Damit zieht ihr eine Spur hin zu einem neuen kollektiven Bewusstsein, zu einer Neuen Erde. Indem ihr innerlich eine Spur zeichnet, wird es auch für andere leichter, diese Brücke zu überqueren.

Ich danke euch von Herzen für eure Aufmerksamkeit. Ich fühle mich mit euch allen verbunden.

 

 
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hanneling: © Pamela Kribbe
Übersetzung: Yvonne Mohr - https://www.lichtderwelten.de/
Deutscher Text: https://www.lichtderwelten.de/index.php/geistige-welt/channelings-anderer/pamela-kribbe/jeshua--umgehen-mit-toxischer-maennlicher-energie